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11.12.2018

ältere Ankündigungen

Artikel von Carmen Krämer, erschienen am 15. November in der Eifeler Zeitung/Eifeler Nachrichten

Tanzclub Dash im Wechselbad der Gefühle

Mit 92 Tänzern und 140 Fans zur Deutschen Meisterschaft in Ludwigshafen. Die Jüngsten werden Meister, die Ältesten lösen sich auf.


Mit einer Rekordzahl an Tänzerinnen und Tänzern fuhr der Tanzclub Dash am vergangenen Wochenende zur Deutschen Meisterschaft nach Ludwigshafen. Dort holte sich die jüngste Formation „Made to Move“ nur zehn Monate nach ihrer Gründung den Meistertitel und brachte erstmals den Pokal mit in die Eifel. Fotos (2): Carmen Krämer


Nicht mehr zu bremsen: Als feststand, dass sie Deutscher Meister sind, hielt der Jubel bei „Made to Move“ den ganzen Tag an.

Von Carmen Krämer

Imgenbroich. Am Fuße der Treppe ist es hektisch. Die Hände werden feucht, die Knie sind weich, das Lampenfieber steigt. Der Trainer gibt die letzten Anweisungen. Es wird Zeit, alles andere zu vergessen und sich nur noch auf die kommenden drei Minuten zu konzentrieren. In wenigen Sekunden verstummt die Musik und die Bühne wird frei. Frei für die Aufführung, die über alles entscheidet und in die sie im letzten Jahr so viel Kraft und Zeit investiert haben.

Außerordentlich talentiert

Und dann ist es so weit: Das Publikum schreit, sie laufen auf die Bühne und ihre Musik beginnt. Ein kleiner Fehler – das weiß jeder einzelne von ihnen – kann der ganzen Gruppe schaden. Doch auf der Bühne lassen sie ihre Ängste fallen, geben, was sie können und verkörpern, was alle, die an diesem Wettkampf teilnehmen, verbindet: Die Leidenschaft zum Tanzen.

Dass sie nicht nur Spaß daran haben, sondern auch noch außerordentlich talentiert sind, haben die sechs Formationen des Tanzclub Dash aus Imgenbroich am vergangenen Wochenende auf der Deutschen Meisterschaft im Videoclipdancing bewiesen. Mit der rekordverdächtigen Zahl von 92 Tänzerinnen und Tänzern und rund 140 Fans waren sie nach Ludwigshafen gereist, wo drei komplette Hotels vom Tanzclub Dash belegt wurden.

„Wir sind wahnsinnig stolz darauf, mit sechs Formationen hier antreten zu können. Soweit ich weiß, hat das bisher noch keiner der anderen Vereine geschafft“, erklärt Doris Thomas, Sportwart des Vereins und Organisatorin der Fahrt. Wahnsinnig stolz wurde dann auch gleich zu Anfang ihre Tochter und Trainerin Lisa Thomas, die mit ihrer neuen und sehr jungen Formation „Made to Move“ (7-9 Jahre) den Meistertitel in der Kategorie Minikids und den Art Award für die beste künstlerische Darbietung gewann (wir berichteten).

Während bei den ganz Kleinen Freudentränen kullerten, machte sich bei der nächstgrößeren Formation „Unlimited“ ein wenig Enttäuschung breit. Sie landeten mit minimalem Abstand nach vorne auf Platz 13 und schlitterten damit knapp an der Qualifikation zur Bundesliga vorbei. Genau wie Made to Move existiert diese Gruppe unter der Leitung von Maike Hennicken aber erst seit einem Jahr und die Konkurrenz war stark. „Ihr gehört immer noch zu den besten 13 Gruppen Deutschlands, das müsst ihr euch bewusst machen“, erklärte Mark Gerowski, Trainer, Choreograph und Vorsitender des Vereins den geknickten Neun- bis Zwölfjährigen. Und kurz darauf standen sie schon wieder vor der Bühne, um auch die anderen Dash-Formationen anzufeuern.

Die Kleinen werden Erwachsen

Bis diese beiden jungen Formationen gegründet wurden, waren sie immer die Nesthäkchen, doch „Spectacular“, unter der Leitung von Jennifer Hardt, wird erwachsen und das konnte man auch an ihrer Choreografie deutlich erkennen. So wie sie konnte in der Kategorie Juniors 1 kaum einer die Hüften schwingen und so landeten sie gegen eine starke Konkurrenz auf einem sehr guten Platz 7 und qualifizierten sich damit für das Bundesligaturnier in Siegen.

Eine Kategorie höher, ebenfalls auf Platz 7 landeten die Tänzerinnen und Tänzer von „City Jumper“, die von Janine Mertens trainiert werden. In die Farben des Vereins gekleidet zeigten sie auf der Bühne Power und Ausstrahlung wie nie zuvor und qualifizierten sich so ebenfalls für das Bundesligaturnier in Siegen.

Einen weiteren Platz auf dem Treppchen ergatterte sich in der gleichen Alterskategorie „Crazy Stuff“. Die Gruppe, die von Lisa Thomas trainiert wird, tanzte in diesem Jahr das letzte Mal als Juniors 2, bevor sie im nächsten Jahr in der „Königsklasse“ Adults antreten müssen, wo die Konkurrenz sehr stark und die Chancen auf gute Plätze eher gering sind. Dass sie in diesem Jahr den 3. Platz erreichen konnten, machte sie daher besonders stolz.

Unbeschreiblich emotional war der Tag für die älteste Formation „Special Edition“, die ebenfalls von Lisa Thomas trainiert wird. Ein großer Teil dieser Mädchen war im Jahr 2009 der Grund dafür, überhaupt den Tanzclub Dash zu gründen. Jetzt sind sie erwachsen und haben aufgrund von Studium oder Ausbildung keine Zeit mehr, regelmäßig zu trainieren. Für sie stand deshalb schon vor der Meisterschaft fest, dass dies für sie der letzte Wettkampf sein würde. Und da die Konkurrenz in der Kategorie sehr stark ist, hatten sie sich auch keine großen Chancen ausgerechnet.

Doch auf der Bühne zeigten sie wieder ihre unvergleichliche Ausstrahlung und Power, die ihnen vor vier Jahren sogar den Titel Westdeutscher Meister einbrachte und so qualifizierten sie sich direkt für die Endrunde. Nach ihrem letzten Auftritt, der ihnen schließlich den 9. Platz einbrachte, konnten sie jedoch ihre Gefühle nicht mehr verbergen. Das Tanzen hat sie geprägt, ihnen Selbstbewusstsein und ein gutes Gefühl für ihren Körper gegeben und den Teamgeist gestärkt. „Wir sind zusammen groß geworden, haben unsere ganze Jugend zusammen in der Tanzschule verbracht und jetzt ist alles vorbei“, erklärte die Hannah Klinkhammer mit Tränen in den Augen. „Aber auch wenn wir tänzerisch nicht zusammen weiter machen, wir werden für immer und ewig Freunde bleiben“, ist sich Sophie May sicher. „Und wir haben ja auch wirklich würdige Nachfolger“, ergänzte Sarah Jansen.

Sie wollten sich in den Städten, wo sie studieren und arbeiten, eine neue Tanzschule suchen, so Evelyn Kaulartz, doch einen Verein zu finden, der so ist, wie der Dash, sei unmöglich. „Wir sind schließlich wie eine Familie und die kann man nicht ersetzen“, waren sie sich alle einig.